Kirche Eibenstock

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Das geistliche Wort:

 

Nun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben.
Wer nimmt in diesen Tagen die dahineilende Zeit nicht ganz besonders wahr? Eben noch haben wir das alte Kirchenjahr hinter uns gebracht, da fliegt förmlich die Adventszeit an uns vorbei und eh wir uns umsehen werden, stehen wir bereits vor dem neuen Jahr. Bei diesem Tempo scheint es kaum möglich, den einzelnen Zeit-Schritten, zu denen uns das Kirchenjahr einlädt, nachzudenken, geschweige denn, sie bewusst mitzugehen. Ganz besonders fällt mir das in den letzten Jahren bei der Adventszeit auf: Sie ist regelrecht zusammengeschmolzen und ihres Sinnes - der Besinnung, Andacht und Bereitung auf den zu uns kommenden Heiland - wenn nicht entleert, so doch zumindest weitgehend beraubt.
Dagegen stimmt das alte Paul-Gerhardt-Lied eine andere Gangart an. Es singt nicht vom Rennen, sondern vom Hintreten zu Gott, einer ganz bewussten Hinwendung, die uns hilft, uns seiner >>Treue, die alle Morgen neue<< ist, zu erinnern. Gott begegnet uns in diesen Schritten, die wir gehen, in dem „Tochter Zion, freue dich“ ebenso, wie in dem Aufruf: „Mit Ernst, oh Menschenkinder, das Herz in euch bestellt“ der Adventszeit. Er kommt zu uns mit der weihnachtlichen Einladung: „Nun singet und seid froh“ ebenso, wie in dem Neujahrslied Paul Gerhardts, in dem wir Gott bitten: „Sprich deinen milden Segen zu allen unseren Wegen…“ So werden die Lieder, die die besondere Prägung dieser Zeiten herausarbeiten, zu einem Geländer, an dem wir uns in aller Hast festhalten dürfen, zu einem Haltepunkt, der uns zeigen will, wo wir uns befinden. Damit möchte ich eine herzliche Einladung zum Singen in diesen Tagen verbinden, nicht nur der Lieder, die mir gefallen, sondern der Lieder, die mir helfen, in die jeweilige Zeit mit allen Sinnen einzutauchen. Die Lieder können uns helfen, den bewussten Takt der Zeiten wahrzunehmen, durch die wir gehen. Sie helfen uns vom ´Rennen` zum ´Treten` (wie Paul Gerhardt sagt) und vielleicht auch hin und wieder zum Verweilen, um ganz bewusst den Bußruf des Advents an uns heran zu lassen, und dann wirklich auch in weihnachtlicher Freude aufzuatmen, weil mein Heiland geboren ist, und schließlich aus dieser so inhaltsgesättigten Zeit den Schritt ins neue Jahr zu wagen, weil ich weiß: Es wird ein Laufen an seiner Hand sein, denn er ist ja zu mir gekommen und Mensch geworden. Er wird an meiner Seite bleiben.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen zu einem bewussten Wahrnehmen der Schritte, zu denen uns die kommenden Tage einladen wollen.

Eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit
Ihr Pfarrer Michael Poppitz zusammen
mit den Kirchenvorstehern und Kirchgemeindemitarbeitern

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10.12.2018
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