Kirche Eibenstock

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Das geistliche Wort:

 

Liebe Leser,

Einsamkeit ist furchtbar. Sie vertieft Leid und lässt sogar Freude verkümmern, weil wir sie mit niemandem teilen können. Der Beter des Psalms hat unter schlimmen körperlichen Gebrechen zu leiden und muss erleben, wie seine Feinde das ausnutzen, wie sich seine Freunde zurückziehen und ihn im Stich lassen.
Vor allem dort, wo jegliche Hoffnung auf Besserung solcher Umstände dahin ist, zerbrechen Menschen unter solchen Lasten. Da bricht der letzte Lebensmut weg. Da geht ein ganzes Leben ´den Bach runter`, wie wir sagen. Spätestens hier zeigt sich nun aber auch, was das Vertrauen in die Gegenwart unseres Himmlischen Vaters, was das Wissen um die Nähe unseres Herrn Jesus Christus vermag: Es bricht diese Einsamkeit auf: Gott ist und bleibt unser Gegenüber, in welche Problematik wir auch geraten mögen. Der Beter wendet sich an Gott und breitet vor ihm sein ganzes Elend aus. Er scheut sich auch nicht, seine Glaubenszweifel zu benennen. Wie in der Seelsorge das Erzählen, so ist das Gebet hier an sich bereits etwas unglaublich Hilfreiches. Denn da bricht meine Einsamkeit auf. Da ist ER, mein Himmlischer Vater, der mir nahe ist und der weiß, wie es in meinem Herzen aussieht. Da ist Jesus, mein Heiland, der all diese Erfahrungen am eigenen Leib erlitten hat und mich darum so gut wie niemand sonst verstehen kann: „Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen.“ Wer sich so Gott öffnen kann, wird gesegnet durch Gottes Nähe. Diese Nähe ist freilich keine selbstverständliche Erfahrung. Sie bedarf der Einübung ins Hören, in die Stille vor Gott. Samuel, einer der großen Propheten der Königszeit, hatte als junger Mann hier keinen Zugang. Als Gott ihn ansprach, begriff er gar nicht, dass es der Herr war. Sein Lehrer Eli führte ihn erst ein in dieses Hören und Reden auf und mit Gott. Das ist bei uns nicht anders. Wir sollten uns darum täglich unserem Herrn zuwenden, unser Herz bei ihm ausschütten und uns seiner Gegenwart versichern, damit wir dann, wenn wir an unsere Grenzen stoßen, keinen Zweifel daran haben. Gott sieht mich auch jetzt, wo mich niemand sonst mehr sieht. Er ist mir nah auch jetzt, wo ich an Einsamkeit leide.

Ihr Pfarrer Michael Poppitz zusammen
mit den Kirchenvorstehern und Kirchgemeindemitarbeitern


 



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06.10.2018
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