Kirche Eibenstock

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Das geistliche Wort:

Johannes, Sohn des Zebedäus

Wie sein Vater Zebedäus und sein Bruder Jakobus war der Apostel Johannes von Beruf Fischer am See Genezareth. Als Jesus ihm dort begegnet – das Lukas-Evangelium berichtet davon im Zusammenhang eines wunderbar großen Fischfangs der Männer (Lk 5,1-11) – werden er und sein Bruder Jakobus zu Jüngern Jesu und Johannes im Laufe der Zeit zu einem von Jesu engsten Vertrauten.
So nahm Jesus beispielsweise neben Petrus und Jakobus nur ihn mit zur Auferweckung der Tochter des Jairus (Mk 5,37); und neben Petrus und Jakobus hat Jesus nur ihn mit auf einen hohen Berg genommen, als er dann dort verklärt wurde (Mk 9,2); und schließlich hatte Jesus neben Petrus und Jakobus nur Johannes bei sich, als er in der Nacht zum Karfreitag am Ölberg so verzweifelt zu Gott betete (Mk 14,33). Von daher könnte man auch annehmen, wie es altkirchliche Tradition tut, dass Johannes der im vierten Evangelium namentlich nicht benannte „Jünger, den Jesus lieb hatte“, also Jesu „Lieblingsjünger“, ist.
Demnach lag Johannes beim Abendmahl am Gründonnerstag – damals bestand die Sitte des Tischgelages – an Jesu Brust (Joh 13,23), und er war der einzige Jünger, der dem verhafteten Jesus bis unters Kreuz folgte (Joh 19,25). Jesus vertraut ihm hier seine Mutter an (Joh 19,27).
Dann war Johannes auch der erste Jünger am leeren Grab (Joh 20,4f) und der erste, der den Auferstandenen bei dessen Erscheinen am See Genezareth erkannte (Joh 21,7). So wurde Johannes in der frühchristlichen Kirche zu einer ganz wichtigen Führungspersönlichkeit, und Paulus bezeichnet ihn in seinem Galaterbrief neben Petrus und Jakobus als eine der drei „Säulen“ der Jerusalemer Urgemeinde (Gal 2,9).
Überhaupt: Johannes, dem schon Jesus aufgrund seines wohl energischen Charakters den Beinamen „Donnersohn“ gegeben hatte (Mk 3,17), tritt jetzt unerschrocken im Tempel predigend auf (Apg 4,1f.13); er bewirkt ein erstes Wunder nach Pfingsten, indem er zusammen mit Petrus einen Gelähmten heilen kann (Apg 3,1-11), und er wird schließlich zur Stärkung der ersten außerhalb Jerusalems entstandenen Gemeinde nach Samaria ausgesandt (Apg 8,14).
Justin der Märtyrer und Irenäus von Lyon berichten im 2. Jahrhundert davon, dass Johannes später in Ephesus gelebt habe, und zwar noch bis in die Regierungszeit von Kaiser Trajan (98– 117 n. Chr.). Hoch betagt sei er dort schließlich eines natürlichen Todes gestorben und an der Seite des Apostels Philippus begraben worden, ergänzt der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea aus dem 3./4. Jahrhundert.
So endet mit dem Apostel Johannes die Zeit der Augen- und Ohrenzeugen Jesu.
Pfarrer Michael Lippky, Bockau


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